Addu Atoll – Tauchurlaub, Schnorcheln und mehr

Das Addu Atoll ist typisch für die Malediven

Da ich die Malediven gern bereisen wollte, luxuriöse und oft unpersönliche Hotelinseln aber wenig nach meinem Geschmack sind, entschied ich mich für das Addu Atoll. Es ist das südlichste Atoll der Malediven und beinahe 500 km von der Hauptstadt Male entfernt. Das  Addu Atoll verfügt historisch betrachtet über einige Besonderheiten und ganz besonders wichtig bei meiner Entscheidung für das Feriendomizil auf den Malediven war für mich auch, dass ich viel Inseltypisches mitbekommen und auch Kontakt zu den Einheimischen haben würde.

Ich habe mich für das Equator Village auf der Insel Gan entschieden. Die 3-Sterne-Anlage am Addu Atoll bietet einen guten Service und auch die Zimmer machten einen sauberen Eindruck, wirkten allerdings etwas steril. Aber ich war ja nicht hergekommen, um zwei Wochen im Hotelzimmer herumzusitzen, von daher hat mich dieser Umstand wenig gestört.Die Auswahl an Speisen hätte manchmal etwas umfangreicher ausfallen können, allerdings schien man hier genauso gern scharf zu essen wie ich, von daher war auch das in Ordnung. Da ich sehr tierlieb bin, hatte ich mich auch schnell mit dem Katzen angefreundet, die auf der Anlage herumstrolchten. Alles besaß einen eher urigen Charme, aber wie schon gesagt, nach sterilem Luxus stand mir nicht der Sinn.

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Strandfeeling kommt unmittelbar an der Anlage nicht auf. Einige hundert Meter in Richtung Flughafen trifft man dann doch auf einen Traumstrand am Addu Atoll, für den die Malediven ja bekannt sind. Erstaunlicherweise habe ich hier kaum Menschen angetroffen und am Riff konnte ich herrlich schnorcheln. Sonnenmilch sollte man ausreichend im Gepäck haben, die Hitze erschien mir schon fast brutal.

Wie gut, dass man im kleinen Strandcafé immer ein schattiges Plätzchen findet und der Espresso auch nicht von schlechten Eltern ist. Für einen Drink am Abend ist die Bar der Hotelanlage übrigens bestens geeignet, wirklich gemütlich und urig.Was mir an diesem Urlaub besonders gefallen hat, war das Nebeneinander von Touristen und Einheimischen, was man sonst auf den typischen Hotelinseln der Malediven eher vermisst.

Auf Gan leben etwa 25.000 Einheimische. Dazu muss man sagen, dass die Insel mehr als vierzig Jahre als britische Militärbasis diente und man natürlich Ende der 1980er Jahre viele Gebäude auch als Wohnungen genutzt hat. Ich empfehle jedem, sich in den Geschäften umzuschauen, das lebendige Treiben der Einheimischen zu beobachten und die kleine Moschee zu besichtigen. Die Inseln des Addu Atolls sind auch für Radausflüge ideal, denn die Briten haben sie einst durch Dämme miteinander verbunden.